From Far Away
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dying inside... little by little.

Es geht abwärts. Ich falle. Im einen Moment scheint alles ok. Aber ich stehe auf wackligem Boden und schon in der nächsten Sekunde werde ich nach unten gerissen. Ich falle tiefer und tiefer. Und wenn ich denke, ich habe den Boden erreicht, dann falle ich weiter.

Ich verstehe es nicht. Irgendwas in mir ist kaputtgegangen. So schlimm wie jetzt war es lang nicht mehr. Oder noch nie? Schwer zu sagen. Immer wenn ich denke, es würde langsam bergauf gehen, zieht mich wieder etwas runter. Ich heule jetzt schon wieder seit Stunden. Warum? Keine Ahnung. Wegen allem und nichts. Wahrscheinlich wegen all den Dingen, die ich längst verdrängt habe. Ich gehe allen mit meiner Laune auf den Sack. Bin doch nur noch eine Last. Meine Mutter fragt inzwischen jeden Tag, ob alles ok ist. Immer die gleiche automatische Antwort, bevor ich mich schnell verdrücke.

Essen geht auch nicht mehr. Seit Monaten war es schon wenig, obwohl ich die ganze Zeit dachte, es wäre viel gewesen. Aber kann es nicht, die Waage lügt nicht. Seit einer Woche wird es weniger. Nur wenn es sein muss esse ich noch, um bei Kräften zu bleiben. Heute war der Tiefpunkt erreicht. Null. Mir ist schlecht und schwindlig, kalt und ich bin zittrig. Essen? Nein. Zu viel Angst. Angst, die Kontrolle zu verlieren, welche ich längst verloren habe. Es scheint so dumm, so lächerlich. Alles scheint lächerlich.

10.4.11 01:55
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


isa / Website (10.4.11 13:57)
oh man, das klingt grad wirklich schlimm!

ich hoffe, dass du schnell aud diesem tief herausfinden kannst, ich weiß es klingt 1000mal leichter, als es ist, aber es ist möglich!

Gib dich bitte nicht auf!


Kunstdeslebens (10.4.11 16:45)
Ich kenne das Gefühl, genauso erging es mir letztes Jahr. Machst du eig, ne Therapie?

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